Beschreibung
Borosilikatglas (Borofloat, Borosilikat-Flachglas)
Borosilikatglas – häufigste Anwendungen: technische Einsatzbereiche, die eine bessere Hitzebeständigkeit (max. +500°C für < 10 Stunden oder +450°C im Dauerbetrieb, maximale Temperaturdifferenz im Glas 300K) oder eine bessere Beständigkeit gegen Säuren und Laugen erfordern, z. B. Schaugläser, 3D-Drucker-Druckbetten usw.
Die Oberflächenhärte von Borosilikatglas ist höher als die von normalem Floatglas, d. h. auch die Verschleißfestigkeit und mechanische Belastbarkeit ist besser als bei gewöhnlichem Floatglas.
Borosilikatglas ist klar und farbloser als normales Bauglas.
Folgende Borosilikat-Flachgläser haben wir sofort ab Lager verfügbar:
- Schott Borofloat 2.0mm
- Dickentoleranz ±0,05mm
- Schott Borofloat 3.8mm
- Dickentoleranz ±0,2mm
- Schott Borofloat 6.5mm
- Dickentoleranz ±0,2mm
- Schott Borofloat 11mm
- Dickentoleranz ±0,3mm
- Schott Borofloat 15mm
- Dickentoleranz ±0,4mm
- Schott Borofloat 19mm
- Dickentoleranz ±0,5mm
Hinweis: Für die Außenmaße von maßgefertigtem Borosilikatglas verwenden wir die üblichen Maßtoleranzen für Bauglas gemäß unseren Lieferbedingungen. Falls Sie Glas mit anderen Maßtoleranzen benötigen (z. B. ±0,7, ±0,5 oder ±0,1 usw.), kontaktieren Sie bitte unseren Vertrieb.
Schott Borofloat Glas
- thermische Eigenschaften (PDF)
- mechanische Eigenschaften (PDF)
- optische Eigenschaften (PDF)
- chemische Eigenschaften (PDF)
- allgemeine Eigenschaften (PDF)
Borosilikatglas ist nicht als Kaminglas geeignet. Als Kaminglas eignet sich z. B. keramisches feuerfestes Glas.
Kantenbearbeitung
Falls die Glaskanten nach der Montage sichtbar bleiben, empfehlen wir, im Kanten-Menü auch eine Glanzpolitur auszuwählen. Dabei werden die scharfen Kanten sauber geschliffen und auf Präsentationsqualität poliert. Die Kantenbearbeitung erhöht zudem geringfügig die Biegefestigkeit des Glases. Für ein edleres Erscheinungsbild können Sie auch eine Facettierung oder eine 45-Grad-Facette im Kantenbereich wählen. Beim Facettenschliff gilt: Sind alle Ecken des Glases mit weniger als 11mm Radius gerundet, wird die Facette geradlinig geschliffen und folgt nicht den Eckrundungen. Andernfalls wird die Facette per CNC-Maschine so geschliffen, dass sie der Kantenlinie einschließlich der Rundungen folgt.
Bei Bestellung von Borosilikatglas – wenn Sie keine Kantenbearbeitung wählen (nur geschnitten), führen wir in jedem Fall einen groben Bandschliff an den Kanten durch, um die scharfen Kanten zu entschärfen.
Borosilikatglas kann in jede der oben gezeigten Glasformen geschnitten werden (im Abschnitt Form wählen), Bohrungen sind ebenfalls verfügbar.
Falls Sie Eckradien benötigen – Beispiele für Radiusgrößen: R steht für Radius – die Größe des Kreises, zu dem die Eckrundung gehört. Vergleichsbeispiele:
- Eine LP-Schallplatte hat einen Durchmesser von ca. 300mm, also Radius R=150mm
- Eine CD hat einen Durchmesser von 120mm, also Radius R=60mm
- Eine 2-Euro-Münze hat einen Durchmesser von ca. 25mm, also Radius R=12,5mm
- Eine 10-Cent-Münze hat einen Durchmesser von ca. 20mm, also Radius R=10mm
- Eine 3mm-Rundung (R3) ist gerade eben als gerundete Ecke erkennbar, aber die Glasform ändert sich noch nicht wesentlich
- Eine 1mm-Rundung (R1) sieht kaum nach einer gerundeten Ecke aus, aber mit der Fingerspitze spürt man, dass die Schärfe gerade verschwunden ist
Bohrungen im Glas – Sie können auch Löcher an beliebigen Stellen im Glas bestellen. Es gibt bestimmte Regeln, wo im Glas Löcher gebohrt werden können. Für jede Glasdicke gelten eigene Mindestabstände: Wie weit der Lochrand vom Glasrand, von der Glasecke oder von einem anderen Loch entfernt sein muss. Bei gehärtetem Glas sind diese Abstände größer als bei nicht gehärtetem Glas und nehmen mit der Glasdicke zu. Auch für den Lochdurchmesser gibt es ein Minimum abhängig von der Glasdicke.
- Unser Kalkulator prüft automatisch, ob diese Mindestabstände eingehalten werden und ob das Loch nicht zu klein für die Glasdicke ist.
- Löcher haben immer Rohkanten, d. h. die Löcher sind dafür vorgesehen, verdeckt zu werden
- Löcher von 6–40mm werden in der Regel mit Diamantbohrern gebohrt, Löcher über 40mm werden gebohrt oder CNC-gefräst
- Es gibt keine Obergrenze für die Lochgröße – wir können nahezu jede Lochgröße ins Glas einarbeiten
- Löcher können auch bündig mit dem Rand sein, d. h. als Halbkreis z. B. für Kabeldurchführungen oder als Kamin-Frontglas an einem runden Kamin


- Löcher dürfen nicht zu nahe beieinander liegen, können sich aber teilweise überlappen (min. 1/3) – so erhalten Sie längere Öffnungen. (Lochstege werden ggf. gerade gefräst, wenn die Produktion es erfordert)

- Verwenden Sie nach Möglichkeit immer denselben Lochdurchmesser (günstiger)
Bitte beachten Sie, dass Borosilikatglas nicht gehärtet (vorgespannt) werden kann (die Härtung löst sich bei hohen Temperaturen auf). Wenn Sie Glas mit Bohrungen bestellen, seien Sie daher vorsichtig beim Anziehen von Schrauben durch die Löcher.
Bei Fragen kontaktieren Sie unseren Kundenservice. Wir helfen Ihnen gerne!
Was ist BOROFLOAT® 33 Borosilikatglas?
BOROFLOAT® 33 von SCHOTT AG ist das weltweit erste im Float-Verfahren hergestellte Borosilikat-Flachglas. Es vereint überlegene Qualität und hervorragende Ebenheit mit herausragenden thermischen, optischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften. Die chemische Zusammensetzung entspricht den Normen DIN ISO 3585 und DIN EN 1748 T1.
Was ist der Unterschied zwischen SCHOTT BOROFLOAT® 33 und generischem Borosilikat-Floatglas?
SCHOTT BOROFLOAT® 33 ist ein zertifiziertes Qualitätsprodukt, das nach strengen DIN ISO 3585 und DIN EN 1748 T1 Normen hergestellt wird. SCHOTTs patentiertes Float-Verfahren garantiert gleichmäßige Dicke, außergewöhnliche optische Qualität und Oberflächenebenheit. Unsere Tests verschiedener generischer Borosilikatgläser haben gezeigt, dass die Qualität erheblich variiert – wir haben häufig Luftblasen, ungleichmäßige Oberflächen und Welligkeit beobachtet, obwohl die thermischen Eigenschaften möglicherweise ausreichend sind. Jede Charge BOROFLOAT® 33 wird mit einem Qualitätszertifikat geliefert, das gleichbleibend hohe Standards gewährleistet.
Was sind die wichtigsten thermischen Eigenschaften von BOROFLOAT® 33?
BOROFLOAT® 33 besitzt herausragende thermische Eigenschaften: Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient α₂₀/₃₀₀°C = 3,3 × 10⁻⁶ K⁻¹, Transformationstemperatur Tg = 525°C, Kühltemperatur = 560°C und Erweichungstemperatur = 820°C. Es widersteht Dauertemperaturen bis 450°C. Die Temperaturwechselbeständigkeit (RTS) ist dickenabhängig: 3,8mm = 175K, 6,5mm = 155K, 11mm = 142K.
Warum BOROFLOAT® 33 für Hochtemperaturanwendungen wählen?
BOROFLOAT® 33 eignet sich hervorragend für Hochtemperaturanwendungen dank seiner extrem niedrigen Wärmeausdehnung (3,3 × 10⁻⁶ K⁻¹), hohen Temperaturwechselbeständigkeit (ΔT 140–175K je nach Dicke) und einer Dauergebrauchstemperatur bis 450°C. Es widersteht Rissbildung deutlich besser als normales Floatglas – zum Vergleich: Standard-Kalknatron-Fensterglas hat einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von 9,0 × 10⁻⁶ K⁻¹ und eine Temperaturwechselbeständigkeit von nur etwa 40K.
Welche optischen Eigenschaften hat BOROFLOAT® 33?
BOROFLOAT® 33 besitzt hervorragende optische Eigenschaften: Brechungsindex nd = 1,471, Abbe-Zahl νe = 65,41, außergewöhnliche Transparenz im sichtbaren Licht sowie im Nah-IR- und UV-Bereich. Die Transmission erreicht >90% im sichtbaren Licht (380–780nm) bei Standarddicken. Geringe Eigenfluoreszenz und minimale Solarisationsneigung.
Was macht BOROFLOAT® 33 ideal für optische Anwendungen?
BOROFLOAT® 33 bietet außergewöhnliche optische Klarheit mit >90% Transmission im sichtbaren Licht, geringe Fluoreszenz, minimale Solarisation und hervorragende UV-Transmission. Der Brechungsindex von 1,471 und die Abbe-Zahl von 65,41 machen es ideal für Präzisionsoptik, Fenster und optische Instrumente.
Ist die Oberfläche von BOROFLOAT® 33 direkt für Präzisionsoptik geeignet?
Obwohl SCHOTTs hochmodernes Float-Verfahren eine außergewöhnlich ebene und glatte Oberfläche erzeugt, die die Qualität von Standard-Flachglas deutlich übertrifft, ist es wichtig zu verstehen, dass eine Float-Oberfläche nicht dasselbe ist wie eine auf Nano-Niveau polierte optische Oberfläche. Das Float-Verfahren liefert hervorragende Qualität für Displayglas, Fenster, Laboranwendungen und viele industrielle Anwendungen. Wenn Sie jedoch für Laser oder Präzisionsoptik auf Nanometer polierte Oberflächen benötigen, ist speziell optisch bearbeitetes Glas erforderlich. BOROFLOAT® 33 dient als hervorragendes Substratmaterial für diese anspruchsvollen optischen Behandlungen.
Was sind TTV und Ra Werte, und wird dieses Produkt mit polierten Oberflächen geliefert?
TTV (Total Thickness Variation) misst die Schwankung der Glasdicke, und Ra (Oberflächenrauheit) misst die Oberflächenrauheit im Mikrometerbereich. Bei poliertem Glas werden diese Werte bearbeitet und auf bestimmte Toleranzen garantiert. **Dieses Produkt wird im Werkszustand (as-floated) geliefert**, wobei die Oberfläche direkt aus SCHOTTs Float-Prozess stammt ohne Nachpolitur. Das Float-Verfahren erzeugt eine außergewöhnlich ebene und glatte Oberfläche, die Standard-Flachglas deutlich übertrifft, aber es hat nicht die gleichen garantierten TTV/Ra-Werte wie poliertes Glas. Referenzwerte für as-floated Oberflächen sind auf Anfrage erhältlich. Die Float-Oberfläche eignet sich hervorragend für die meisten Anwendungen. Nur in Extremfällen, wie Präzisionsoptik oder Anwendungen mit Nanometer-Genauigkeit, wird separat poliertes Glas benötigt.
Welche mechanischen Eigenschaften hat BOROFLOAT® 33?
Mechanische Eigenschaften von BOROFLOAT® 33: Dichte ρ = 2,23 g/cm³, E-Modul E = 63 GPa, Vickers-Härte HV 0.1/20 = 6,2 GPa und spannungsoptischer Koeffizient K = 4,0 × 10⁻⁶ mm²/N. Das Glas zeigt hervorragende Festigkeit und Haltbarkeit für anspruchsvolle Anwendungen.
Wie chemisch beständig ist BOROFLOAT® 33?
BOROFLOAT® 33 bietet herausragende chemische Beständigkeit: Hydrolytische Beständigkeit Klasse HGB 1 (nach ISO 719), Säurebeständigkeit Klasse 1 (nach DIN 12116) und Alkalibeständigkeit Klasse A2 (nach ISO 695). Es widersteht den meisten Säuren, Laugen und Lösungsmitteln hervorragend.
Wie ist die chemische Zusammensetzung?
Chemische Zusammensetzung von BOROFLOAT® 33 (typische Werte): SiO₂ 81%, B₂O₃ 13%, Na₂O + K₂O 4%, Al₂O₃ 2%. Diese einzigartige Borosilikatzusammensetzung verleiht die herausragenden thermischen und chemischen Eigenschaften, die es gegenüber normalem Kalknatronglas überlegen machen.
Welche Dicken sind verfügbar?
Wir führen BOROFLOAT® 33 in den Dicken: 2mm, 3,8mm, 6,5mm, 11mm, 15mm und 19mm lagernd. Alle Dicken können auf jede Form oder Abmessung zugeschnitten werden. Für Spezialanwendungen können weitere Dicken auf Anfrage verfügbar sein.
Wie wird BOROFLOAT® 33 hergestellt?
BOROFLOAT® 33 wird mit SCHOTTs eigenem Float-Verfahren hergestellt – dem weltweit ersten Float-Borosilikatglas. Dieses Verfahren gewährleistet außergewöhnliche Ebenheit, gleichmäßige Dicke und gleichbleibende Qualität. Das Float-Verfahren eliminiert Oberflächenfehler und bietet überlegene optische Qualität im Vergleich zu traditionellen Glasformungsmethoden.
Wofür kann BOROFLOAT® 33 verwendet werden?
BOROFLOAT® 33 eignet sich dank seiner Temperaturbeständigkeit vielseitig für verschiedene Anwendungen. Im 3D-Druck ist es ein beliebtes Druckbettmaterial, da seine geringe Wärmeausdehnung (3,3 × 10⁻⁶ K⁻¹) die Oberfläche beim Drucken eben hält. Labore verwenden es für Reagenzgläser, Petrischalen und Reaktionsgefäße aufgrund seiner hervorragenden chemischen Beständigkeit (HGB 1 hydrolytische Klasse). In der Optik dient BOROFLOAT® 33 als Schutzscheibe mit hoher Transmission (>90% im sichtbaren Licht) und UV-Durchlässigkeit. LED-Beleuchtung profitiert von seiner Fähigkeit, Dauerhitze ohne Vergilbung zu widerstehen. In Industrieprozessen wird es als Schauglas bis 450°C eingesetzt. Die Mikrofluidik nutzt seine Biokompatibilität und glatte Oberfläche. In anspruchsvollen Anwendungen wie der Halbleiter-Fotolithografie und wissenschaftlichen Instrumenten ist BOROFLOAT® 33 aufgrund seiner technischen Eigenschaften und gleichbleibenden Qualität die Standardwahl.






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